KOMPETENZ UNTER EINEM DACH     -     Augenoptik & Hörgeräteakustik

Schwerhörigkeit

Was genau ist das?

Abbildung eines Hörtests Das menschliche Ohr ist eine präzise funktionierende Einheit, die aus sehr vielen unterschiedlichen Komponenten besteht. Wenn ein kleines Stück im großen Ganzen erkrankt und dadurch eingeschränkt funktionstüchtig ist, kann das Hören gestört sein und man spricht von Schwerhörigkeit.

Unterschiedliche Formen der Schwerhörigkeit

Altersschwerhörigkeit

Die Funktion der Haarsinneszellen im Innenohr kann sich mit zunehmenden Alter verschlechtern. Dadurch kommt es zu einer Schwerhörigkeit, die bereits ab dem 50. Lebensjahr auftreten kann: Eine schleichende Erkrankung, die sich über Jahrzehnte hinzieht und von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Hohe Töne sind stärker betroffen als tiefe. So ist z.B. das Verstehen von Sprache mit mehreren Personen, das Hören des Telefons oder der Türklingel eingeschränkt, das Fernsehen wird häufig lauter gestellt. Den betroffenen Personen fallen diese Defekte häufig nicht selbst auf, da sich der Verschleiß über einen langen Zeitraum erstreckt.

Besonders störend bei dieser Form der Schwerhörigkeit sind Hintergrundgeräusche. Betroffene Personen haben häufig das Gefühl, dass Ihre Gesprächspartner nicht deutlich sprechen, sondern "nuscheln". Doch mit einem Hörsystem kann diese sogenannte Altersschwerhörigkeit meist gut ausgeglichen werden.

Schalleitungsschwerhörigkeit

Wird die Schallübertragung über das Trommelfell und die Gehörknöchelchenkette z.B. durch Verwachsungen oder andere Erkrankungen gestört, kann es zur "Schalleitungsschwerhörigkeit" kommen. Die Übertragung zum Innenohr ist behindert. Ein Gesprächspartner muss laut sprechen, um verstanden zu werden. Eine Operation kann hier häufig helfen. Wer das nicht möchte, kann ein Hörsystem benutzen. Schalleitungsschwerhörigkeit kann in jedem Lebensalter auftreten. Sie lässt sich auch mit einfachen Hörsystemen sehr gut ausgleichen.

Kombinierte Schwerhörigkeit

Alters- und Schalleitungsschwerhörigkeit können gemeinsam auftreten. Man spricht dann von einer kombinierten Schwerhörigkeit. Hilfsmaßnahmen sind in den beiden vorhergehenden Punkten beschrieben.

Lärmschwerhörigkeit

Die Beeinträchtigungen werden im Alltag immer größer. Die Lärmschwerhörigkeit ist seit langem in Deutschland eine der häufigsten Berufskrankheiten. Lärm im Beruf oder in der Freizeit kann das Ohr dauerhaft schädigen. Diese ist dann nur noch durch ein Hörsystem auszugleichen. Bei der Lärmschwerhörigkeit werden im Anfangsstadium hohe Töne schlechter gehört, später sind auch die mittleren Töne betroffen.

Der Hörsturz

Plötzlich oder innerhalb weniger Stunden hören sie auf einem oder auf beiden Ohren weniger oder fast gar nichts mehr. Zusätzlich kann auch ein Ohrgeräusch auftreten. Dies spielt sich meist im Innenohr ab, wobei die Ursachen noch nicht ganz erforscht sind. Bei diesen Symptomen sollten Sie umgehend einen HNO- Arzt aufsuchen, da im frühen Stadium gute Heilungschancen bestehen.